
Wenn du auf GitHub schon einmal auf Pake gestoßen bist, kennst du das Versprechen: Ein Befehl genügt, und aus einer Website wird eine kleine Desktop-App mit eigenem Fenster und Symbol. WebCatalog Desktop bringt dich ans gleiche Ziel, ohne dass du ein Terminal öffnen musst.
Genau darin liegt der eigentliche Unterschied. Pake ist ein Open-Source-Tool für Entwickler, die bereit sind, eine Toolchain zu installieren und jede App selbst zu bauen. WebCatalog Desktop ist eine App für alle, die ihre Web-Apps einfach einsatzbereit auf dem Desktop haben möchten.
Auf einen Blick
| WebCatalog Desktop | Pake | |
|---|---|---|
| Apps erstellen | Im Katalog auswählen oder eine beliebige URL eingeben, direkt in der App | Per Kommandozeilen-Tool oder GitHub-Actions-Build |
| App-Katalog | Über 65.000 Apps mit Namen und Symbolen | Einige vorgefertigte Apps sowie beliebige URLs |
| Engine | Chromium, überall gleich | Die integrierte Webansicht des jeweiligen Systems |
| Mehrere Konten | Alle Konten gleichzeitig angemeldet, jedes mit eigener Sitzung | Eine Sitzung pro App |
| Apps organisieren | Spaces, die Apps und Konten in einem Fenster bündeln | Eine App pro Website |
| Updates | Apps werden automatisch aktualisiert | Zum Aktualisieren neu bauen |
| Plattformen | macOS, Windows, Linux | macOS, Windows, Linux |
| Open Source | Nein | Ja |
Was ist WebCatalog Desktop?
WebCatalog Desktop ist eine ganz normale App für macOS, Windows und Linux, mit der du Websites per Klick als Desktop-Apps installierst. Die meisten Dienste, die du nutzt, findest du bereits mit passendem Namen und Symbol im Katalog. Alles andere lässt sich per URL hinzufügen. Du musst nichts kompilieren und nichts warten.
Was ist Pake?
Pake ist ein beliebtes Open-Source-Projekt, das auf Rust und Tauri basiert. Du führst einen Befehl wie pake https://example.com --name Example aus, und Pake verpackt die Website mithilfe der integrierten Webansicht deines Systems in eine kleine Desktop-App. Außerdem bietet es Builds über GitHub Actions und eine Handvoll vorgefertigter Apps für beliebte Websites.
1. Kein Terminal, keine Toolchain
Um Pake-Apps auf deinem eigenen Computer zu bauen, installierst du Rust und Node.js und führst anschließend Befehle im Terminal aus. Der erste Build dauert eine Weile. Du möchtest ein anderes Symbol oder eine andere Fenstergröße? Dafür brauchst du einen Kommandozeilenparameter und einen weiteren Build. Für Entwickler, die die App-Erstellung per Skript automatisieren möchten, ist das eine Stärke. Für die meisten anderen ist es der Punkt, an dem sie aufgeben.
In WebCatalog Desktop durchsuchst du den Katalog mit mehr als 65.000 Apps, klickst auf „Installieren“, und die App öffnet sich. Bei einer nicht aufgeführten Website, etwa dem internen Dashboard deines Unternehmens, gibst du Namen und URL ein und wählst ein Symbol aus oder lässt WebCatalog Desktop eines finden. Optionen wie benutzerdefiniertes CSS und JavaScript, die Pake beim Build festlegt, findest du in den App-Einstellungen und kannst sie jederzeit ändern.
2. Websites, die genauso funktionieren wie in Chrome
Pake hält Apps klein, indem es die systemeigene Webansicht verwendet: die Safari-Engine unter macOS und WebKitGTK unter Linux. Der Kompromiss dabei: Websites verhalten sich so, wie sie es in diesen Engines tun. Pakes eigene FAQ weist beispielsweise darauf hin, dass die Anmeldung mit Google fehlschlagen kann und die Bot-Prüfungen einiger Websites in einer Schleife hängen bleiben können.
WebCatalog Desktop führt jede App mit Chromium aus, der Engine hinter Chrome und Edge. Die Anmeldung mit Google funktioniert wie erwartet, Web-Apps verhalten sich so, wie ihre Entwickler sie getestet haben, und eine App sieht auf deinem Mac genauso aus wie auf einem Windows-Laptop.
3. Eine App, mehrere Konten
Jede Pake-App besteht aus einer Website mit einer Sitzung. Wenn du in zwei Slack-Workspaces mit unterschiedlichen E-Mail-Adressen angemeldet bist oder neben deinem eigenen Social-Media-Konto auch das einer Marke verwaltest, baust du eine zweite App und behältst beide im Dock.
Mit WebCatalog Desktop kannst du in einer App mehrere Konten nutzen, jedes mit einer eigenen isolierten Sitzung und alle gleichzeitig angemeldet. Die Konten findest du in einer Seitenleiste und wechselst per Klick oder mit Cmd/Strg + Zahl zwischen ihnen.
4. Apps, die sich selbst auf dem neuesten Stand halten
Eine Pake-App bleibt auf dem Stand ihres Builds, bis du sie neu baust. WebCatalog Desktop und die von dir installierten Apps werden automatisch aktualisiert, und deine Einrichtung wird zwischen deinen Computern synchronisiert.
Wenn deine Sammlung wächst, kannst du mit Spaces die Apps und Konten für einen Kunden oder ein Projekt in einem einzigen Fenster mit eigenem Dock- oder Taskleistensymbol bündeln. In jeder App stehen dir außerdem Tabs, Lesezeichen, Downloads und eine Rechtschreibprüfung sowie ein integrierter Werbe- und Tracker-Blocker zur Verfügung.
Welche Lösung solltest du wählen?
Pake kann sinnvoll sein, wenn du App-Builds gezielt per Skript über die Kommandozeile automatisieren oder das Tool selbst verändern möchtest.
Für alle anderen ist WebCatalog Desktop der einfachere Weg. Entscheide dich dafür, wenn du:
- Lieber auf „Installieren“ klickst, als Rust und Node.js einzurichten
- Möchtest, dass die Anmeldung mit Google und andere für Chrome getestete Websites einfach funktionieren
- Mehr als ein Konto beim selben Dienst nutzt
- Apps nicht neu bauen möchtest, um sie aktuell zu halten
Überspringe den Build-Schritt und nutze deine Web-Apps noch heute: Probiere WebCatalog Desktop aus.


